Pflanzliche Abfälle richtig entsorgen

Es ist leider immer noch ein vertrautes Bild in Hüttblek und anderen Gemeinden: qualmende und übel riechende Gartenfeuer, mit denen die Ergebnisse der letzten Strauchschnittaktion „entsorgt" werden. Dabei ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen weder aus abfallwirtschaftlicher noch aus ökologischer Sicht sinnvoll und zudem verboten.
Durch das Verbrennen werden regelmäßig in erheblichem Umfang Kleintiere und Kleinstlebewesen getötet, es werden klimaschädliche Gase freigesetzt und auch die mögliche Beeinträchtigung der Nachbarn durch Qualm ist erheblich.
Das Bundesimmissionsschutzgesetz schützt uns vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen. Es lässt folgerichtig nur das Verbrennen von "naturbelassenem, stückigem Holz einschließlich anhaftender Rinde im lufttrockenen Zustand" zu.
Das bedeutet, Grasschnitt, Laub und auch :frischer Baum- und Strauchschnitt dürfen aufgrund der erheblichen Qualmentwicklung nicht verbrannt werden. Auf gar keinen Fall dürfen andere brennbare Dinge wie verunreinigtes/behandeltes Abbruchholz, behandeltes (beispielsweise lackiertes, beschichtetes, imprägniertes) oder nasses Holz, Spanplatten, Faserplatten, Möbel, Dachpappe, Plastik, Milli usw. (rnit-)verbrannt werden.
Mit dem Landesabfallwirtschaftsgesetz für das Land S-H (LAbfWG) ergeben sich Funktionen und Aufgaben der Kreise als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger. Der Kreis Segeberg hat Aufgaben der Abfallentsorgung auf den WegeZweckverband der Gemeinden übertragen. Auf Bestellung holt der WZV 2 Mal jährlich pro Wohngrundstück bis zu 3 cbm kostenlos ab. Zudem wird die Biotonne alle zwei Wochen vom WZV entleert. Sollte darüber hinaus noch Bedarf zur Entsorgung von pflanzlichen Abfällen bestehen, so können diese jederzeit gegen eine geringe Gebühr auf dem Wertstoffhof abgegeben werden.

Bauen in Hüttblek

Leider mussten im vergangenen Jahr einige Hütt- bleker Grundstücksbesitzer den Besuch des Kreis- bauamtes ertragen. Dieses hat durch Ortsbegehungen und durch Auswertungen von Luftbildern die eine oder andere Baumaßnahme festgestellt, die nicht beantragt und genehmigt wurde. Über die Folgen möchten wir uns hier gar nicht weiter auslassen. Wir möchten hier gern Hilfestellung geben, damit Hüttbleker Bürgerinnen und Bürgern so etwas in Zukunft nicht passiert.

Wir haben in Hüttblek einige Grundlagen, die das Bauen regeln. Dazu gehört als oberste Planungsgrundlage der Flächennutzungsplan. Darunter sind für die ein- zelnen Bereiche Bebauungspläne und Satzungen gestellt. In diesen ist festgelegt, wo und in welcher Größe gebaut werden kann. Hierin sind zum Beispiel Baufenster aufgezeigt und welche Abstände zu den Grundstücksgrenzen eingehalten werden müssen. Auch ist geregelt wie viele Vollgeschosse ein Gebäude haben darf und welche Grundstücksfläche bebaut werden darf. Hierzu zählen auch Terrassen, Auffahrten und gepflasterte Wege. Denn jede ver- siegelte Fläche bedeutet weniger Regenversickerung und damit eher Hochwasser in Bächen und Flüssen. Damit nichts schief geht, können alle Pläne und Beschreibungen beim Amt in Kattendorf bei Herrn Wittkowski eingesehen werden.

Für weitere Ausführungen zum Bauen in Hüttblek gibt es zusätzlich den „Städtebaulichen Vertrag" den die Gemeinde aufgestellt hat, um den dörflichen Charakter von Hüttblek zu erhalten. Hierin sind Themen, wie Fassaden- und Dachgestaltungen und die Gestaltung von Carports usw. aufgezeigt. Dieser „Städtebauliche Vertrag" ist beim Bürgermeister, Hans-Hinrich Thies und dem Planungsausschuss- vorsitzenden Frank Timmermann einzusehen oder in Kopie zu erhalten.

Alles was dann noch unabhängig von dörflichen Belangen zu regeln ist, regelt die Landesbauordnung des Landes Schleswig-Holstein. Hier gibt es den §69 in dem geregelt ist, was genehmigungs- und
anzeigefrei ist. Unter anderem sind Gebäude bis 30 m3 umbauter Raum (z.B. ca. 3 x 3 x 3 m) und im Außenbereich bis 10 m3, das ist fast nichts, geneh- migungsfrei. Sichtschutzwände sind nur bis zu 2 m Höhe mit einer Länge von maximal 5 m genehmigungsfrei.

Zur eigenen Sicherheit empfehlen wir, sich vor dem Bauen sachkundig zu machen. Im Bauamt des Amtes Kisdorf oder beim Bürgermeister und dem Planungsausschuss werden gern die nötigen Informationen gegeben.

Satzung der Jagdgenossenschaft

Satzung der Jagdgenossenschaft Hüttblek